00:00:00: Ich hatte vier Operationen, vier sogenannte Liposuktionen und ich ziehe trotzdem fast jeden Morgen meine Kompression an.
00:00:11: Wenn du nach Erfahrungen mit der Lippe dem Operation suchst dann findest du meistens zwei Sorten von Geschichten.
00:00:17: Und zwar die einen die sagen das war das Beste was ich hier gemacht habe und die anderen die sagen lass bloß die Finger davon!
00:00:25: Meine Geschichte ist keine von beiden.
00:00:28: Heute erzähle ich dir meinen ganzen Weg mit Lipidem und zwar von hundertzehn Kilo über die Diagnose bis hin zu meinen vier Operationen.
00:00:36: Und ich sage dir ganz ehrlich, was ich heute anders machen würde auch die Dinge, die ich lange für mich selbst behalten habe.
00:00:44: Mein Name ist Tina Schwarz.
00:00:45: Ich hab seit über zehn Jahren selbst die Diagnose Lipidems.
00:00:48: Seit über acht Jahren begleite ich Frauen auf ihrem Weg damit!
00:00:53: Wenn ich so zurückschaue dann hat es bei mir Ja, schon in der Pubertät angefangen.
00:00:58: Ich hatte nämlich immer Beine die anders aussahen als die der anderen Mädchen.
00:01:03: Sie waren immer schon deliger dicker schwerer ich hatte relativ schnell blaue Flecken und Schmerzen gehörten halt irgendwie zum Alltag dazu.
00:01:14: Ich kannte es nicht anders!
00:01:16: Ich habe meine Beine nie gezeigt.
00:01:18: Ich hab mich für meinen Körper geschämt lange bevor ich überhaupt wusste dass es dafür einen Namen gibt.
00:01:23: Ich dachte, das gehört halt alles so.
00:01:25: Und es muss so sein!
00:01:28: Dass die Schmerzen nicht normal sind und dass all meine Versuche abzunehmen meistens ins Leere liefen, das wollte ich lange nicht wahrhaben.
00:01:37: Stattdessen habe ich lange geglaubt, dass ich einfach nicht normal bin.
00:01:42: So wurde auch ganz oft behandelt.
00:01:44: Ich hab versucht es allen recht zu machen.
00:01:47: Ich habe vieles mit mir machen lassen – in Beziehungen ganz egal ob sie freundschaftlicher Natur waren oder ob es um eine Partnerschaft ging, in denen ich mich weder ernst genommen noch unterstützt gefühlt habe.
00:01:59: Die Sätze in meinem Kopf waren damals – Ich bin zu fett!
00:02:03: Ich bin so schwach!
00:02:04: Mir darf's nicht gut gehen und niemand sieht mich.
00:02:07: Keiner hilft
00:02:08: mir.".
00:02:10: Von den Dieten-und-den Essattacken aus dieser Zeit hab' ich die letzte Woche erzählt.
00:02:15: Das Video verlinke ich dir natürlich gerne nochmal.
00:02:20: Ja, ein Höchstgewicht von hundertzehn Kilo.
00:02:23: Hosengröße, achtundvierzig, fünfzig.
00:02:25: Du kannst dir vielleicht vorstellen dass das ziemlich belastend war und ich habe mich immer mehr zurückgezogen!
00:02:31: Für jede Party hatte ich eine Ausrede... Schwimmbad?
00:02:35: Das ging gar nicht!
00:02:36: Ab und zu je nach Tagesverfassung ging es dann mal ins Kino weil mich dort im Dunkeln ja niemand gesehen hat.
00:02:44: aber wer immer für mich da war egal zu welcher Phase war mein Pferd Apollo.
00:02:51: Er ist heute zweiunddreißig Jahre alt und er ist bei mir seit Jahr sieben.
00:02:56: ist, er gehört einfach zu Familie und im Stall oder auf seinem Rücken.
00:03:00: damals war immer alles andere egal.
00:03:03: da habe ich mich freigefühlt geliebt einfach in meinem Element und jeder Ausritt war wie ein kleiner Kurzurlaub.
00:03:12: Und dann gab es ein Foto Ein Foto auf dem ich auf Apollo saß.
00:03:21: Als ich das Bild gesehen habe, habe ich zum ersten Mal wirklich gesehen wie viel ich eigentlich wiege.
00:03:27: Wie viele Gewicht ich mit mir rumschleppe und wie sich mein Körper verändert hat.
00:03:33: Hundert Kilo waren damals die Grenze!
00:03:37: Ich wollte ihm dieses ganze Gewicht einfach nicht mehr antun.
00:03:40: also bin ich abgestiegen und für lange Zeit nicht mehr geritten.
00:03:44: Ich hab mir damit im Prinzip das einzige genommen was es mir gut getan hat.
00:03:49: Das war der Moment, in dem ich dachte okay jetzt muss sich was ändern.
00:03:55: Aber irgendwie war ich halt auch total verzweifelt und ich hab keine Ahnung gehabt wie!
00:04:00: Was habe ich also getan?
00:04:02: Ich habe die nächste Diät gestartet.
00:04:04: Kurzfristig habe ich wieder Gewicht verloren aber leider war es mal wieder nur von kurzer Terror.
00:04:11: Die Diagnose Lipidem kam dann im Januar, und war eigentlich eher ein Zufall.
00:04:18: Eine Freundin aus dem Stall hat mich gefragt ob wir zusammen regelmäßig schwimmen gehen wollen um ein paar Kilos zu verlieren.
00:04:25: Mal wieder!
00:04:26: Irgendwann hat sie mich auf meine Beine angesprochen und sie hat mir angeboten komm doch einfach mal mit zu meinem Arzt.
00:04:34: ich habe bald Termin vielleicht keine Dicher am selben Tag dran nehmen.
00:04:38: Also rief ich bei diesem Arzt an, einem Phebo-Logen und bekam quasi am selben Tag dort einen Termin.
00:04:45: Ich bin quasi dann mit meiner Freundin dort hingefahren.
00:04:48: Tja!
00:04:48: Und dann habe ich an diesem Tag tatsächlich auch die Diagnose bekommen.
00:04:52: Damals sagte man mir es wäre ein Lip Lymphedem im Stadium II.
00:04:57: Ich wog damals tatsächlich noch fast hundert Kilo.
00:05:02: Das war ganz schön heftig erstmal und irgendwie war's wie ein kleiner Schock.
00:05:07: Dann aber auch irgendwie eine Art Befreiung und Erleichterung, weil alles was ich jahrelang als normal erlebt habe endlich einen Namen hatte.
00:05:18: Die Praxis verlassen habe ich dann mit einem Rezept zur manuellen Lymphdrainage und einer medizinischen flachgestrickten Kompressionssturmpfose Was ich nicht bekommen hab.
00:05:28: Verständnis.
00:05:29: oder jemandem der mir Mut machte Jemand der an mich glaubte Stattdessen hieß es sinngemäß, da könne man eh nichts machen.
00:05:37: Ich müsse meine Beine halt jetzt akzeptieren.
00:05:40: und dann fiel der Satz den ich nie vergessen werde Der Arzt sagte mir mehr als fünf Kilo würde ich ohnehin nicht abnehmen können.
00:05:50: Fünf Kilo bei fast Hundert.
00:05:54: ernsthaft Das wollte natürlich nicht auf mich sitzen lassen!
00:05:59: Ich wollte es allen beweisen und vor allem natürlich mir selbst.
00:06:03: Und ich möchte wirklich ehrlich sein, weil das oft auch falsch verstanden wird.
00:06:07: Es gab nicht die eine Sache und es ging auch nicht super, super schnell!
00:06:11: Das hat unfassbar viel Kraft gekostet aber... Ich habe's geschafft meine Ernährung umzustellen.
00:06:18: Ich hab mich wirklich viel bewegt am Anfang, ehrlich gesagt viel zu viel teilweise sogar mehrmals am Tag.
00:06:26: Das war schon ein bisschen verrückt Aber der wichtigste Schritt war eigentlich ein ganz anderer.
00:06:31: Ich habe meine Essstörung endlich angegangen, ich wusste dass ich das nicht alleine schaffe also hab' ich mir damals Hilfe geholt!
00:06:38: Ich war jahrelang in Therapie und ich war auch stationär im psychosomatischen Kliniken.
00:06:44: Das sage hier so offen weil ich weiß wie viele von euch mit dem Essen kämpfen und sich dafür schämen.
00:06:51: Und es gab einen Menschen der in dieser Zeit für mich da war.
00:06:55: Mein Ziefahrter Heiner.
00:06:57: Mit seiner lieben Frau Heiner hat mir zugehört.
00:07:01: Er hat mit mir über meine Vergangenheit gesprochen und er hat mir das Gefühl gegeben, dass ich es schaffe!
00:07:07: Dass ich's wirklich schaffen kann.
00:07:09: Und bei ihm habe ich mich ja zum ersten Mal wirklich gesehen gefühlt.
00:07:13: Alle beide haben mich irgendwie aufgenommen und mir die Kraft gegeben weiterzumachen und es schaffen zu können, die ich halt irgendwo anders bekommen hab.
00:07:24: Ja der erste Erfolg was soll ich sagen?
00:07:26: Der war nicht auf der Waage zu sehen weniger Essattacken und ich wurde stabiler.
00:07:33: Ich bekam mehr Kraft, ich wurde klarer im Kopf und sanfter im Umgang mit mir und meinem Körper.
00:07:39: Ich habe mich mit jeder Woche lebendiger gefühlt.
00:07:43: Und ja über viele Jahre hinweg, über viele Aufs- und Abs sind es dann letzten Endes fünfunddreißig Kilo geworden die ich abgenommen hab nicht fünf wie mein Arzt mir das damals weiß machen wollte Und das hat mein ganzes Leben verändert.
00:07:57: Meine Lebensfreude, meinen Selbstbewusstsein wie ich mich anziehe... Ich war und bin noch heute wirklich stolz auf mich!
00:08:06: Das darf man auch mal sagen finde ich.
00:08:09: Ja jetzt könnte die Geschichte eigentlich zu Ende sein?
00:08:12: Ist sie aber nicht.
00:08:13: Ende Zwei-Tausendfünfzehn bin ich dann in den Schwarzwald gezogen zu meinem inzwischen Mann der Person mich ohne Lipp und Lümpfe, den kennengelernt hat.
00:08:24: Und auch nach der offiziellen Diagnose bei mir blieb und im wahrsten Sinne des Wortes mit mir durch dick und dünn ging!
00:08:32: Der Umzug verlief reibungslos ich hatte schon ein paar Kilo verloren und dann kam der erste große Rückschlag und zwar Ende twenty-Siemundzwanzig.
00:08:42: Meine Katzen sind an einem ziemlich hartner gegen Pilz erkrankt und die Behandlung war extrem zeitaufwendig.
00:08:50: und ja bei drei Perserkratzen, die jeden Tag gebadet werden mussten.
00:08:57: Ja da ihr könnt euch vorstellen was da los war.
00:09:03: zum einen war das jetzt nicht gerade dass worauf sie sich gefreut haben und zum anderen hat es unfassbar viel Zeit gebraucht und ja es war einfach sehr belastend.
00:09:13: Es war kaum noch Zeit für mich.
00:09:16: Unsere Beziehung hat auch ein Stück weit darunter gelitten zumindest.
00:09:20: War damals echt sehr, sehr schwer!
00:09:22: Das klingt vielleicht für viele erst mal nach einer Kleinigkeit.
00:09:26: Mich hat es aber damals wirklich komplett aus der Bahn geworfen vor allem auch in Sachen Ernährung und Kohn.
00:09:31: Ich bin wieder in Essertacken gerutscht ich habe wieder zugenommen Und ich hab mich entschieden nochmal Für einen paar Wochen stationär in eine Klinik zu gehen und dort habe ich dann auch letzten Endes die Entscheidung für mich getroffen.
00:09:44: Ich habe mich das erste Mal wirklich mit mir selber verbinden und mir war klar, ich wollte anderen Frauen die ähnliche Probleme haben zeigen dass es auch für sie einen Weg gibt.
00:09:57: Und ich wollte, dass sie dabei jemanden an ihre Seite haben eine Person, die mir so lange gefehlt hat, die ich mir so sehr gewünscht hatte.
00:10:07: Seit Februar zwei tausend achtzehn mache ich also genau das!
00:10:13: Ja, studiert und unter anderem mehrere Ausbildungen zu Ernährung und Bewegung gemacht.
00:10:19: Was ich sagen möchte rückschläge gehören dazu aus meinem ja größten ist das geworden was sich heute jeden tag tue in zwar aus vollstem herzen und mit ja größtem verständnis für die frauen die sich nicht gesehen oder ernst genommen fühlen.
00:10:34: Und jetzt zu dem teil nachdem ich am häufigsten gefragt werde Ich hatte Warum dann jetzt noch die Liposuctionen?
00:10:45: Ja, bei den Armen war es die Haut.
00:10:47: Nach der Abnahme war dort ja viel überschüssige Haut, die bei der Bewegung oder allgemein bei jeder Bewegung am Gewebe und am übrig gebliebenem Lippel dem gezogen hat.
00:10:57: Das tat super weh!
00:10:58: Und das hat mich bei der Kleidung auch extrem eingeschränkt und gestört.
00:11:02: Bei den Beinen war's ein bisschen anders.
00:11:06: Die waren nie aufm Plan.
00:11:07: Sie sind nach der Armstraffung... Allerdings regelrecht explodiert und ich hatte ohne Gewichtsveränderung auf einmal fünf Zentimeter mehr Umfang an den Oberschenkeln.
00:11:18: Wie viele wissen, habe ich seit meiner Kindheit Diabetes Typ eins und Ich hab auf einmal gemerkt dass mein Insulin an den Beinen nicht mehr zuverlässig wirken wollte.
00:11:28: dazu kam dann natürlich auch die Sorge mit meinem linken Knie, ja das vom langen Übergewicht und den vielen extremen Sportmaßnahmen um irgendwie Gewicht zu verlieren schon so ein bisschen ja mitgenommen war oder ist.
00:11:42: Mein Lippe dem verschlimmerte sich in Richtung Stadium drei also habe ich mich auch an den Beinen operieren lassen.
00:11:51: Zusammengefasst waren es im Januar zwanzig, dreiundzwanzig.
00:11:54: Die Arme mit der chirurgischen Straffung.
00:11:56: Im Oktober drehundzwanzig dann die Rückseite der Beine.
00:11:59: Im Januar vierundzwantig – die Vorderseite und im April vierunzwanziger kamen noch eine Korrektur dazu.
00:12:05: Vier Operationen in gut einem Jahr.
00:12:08: und ja ich habe alles selbst bezahlt!
00:12:11: Was ich mir erhofft hab?
00:12:13: Klar weniger Beschwerden ganz ehrlich wer wünscht sich das?
00:12:17: nicht?
00:12:18: mehr Leichtigkeit.
00:12:19: und Ja Ich hab auch ein bisschen gehofft, dass es schöner aussieht.
00:12:23: Dass ich vielleicht einfach mal ohne Kompression oder mit einer kurzen Hose rausgehen kann.
00:12:31: Einfach mal ohne Kompression!
00:12:32: Mir war klar, dass diese ganzen operativen Eingriffe keine Heilung sind aber irgendwo tief in mir habe ich trotzdem gedacht danach wird alles gut und so wars aber nicht.
00:12:43: meine arme sind in Ordnung sie sind Nicht gleichmäßig und die Narben sind an manchen Stellen nicht schön, aber ich kann damit leben.
00:12:50: Bei meinen Beinen bin ich einfach nur enttäuscht Und das sage ich so wie es ist Das ist kein Geheimnis.
00:12:57: Sie sind extrem ungleichmäßig geworden.
00:13:00: An manchen Ställen wurde zu wenig abgesaugt An anderen zu viel.
00:13:03: Deshalb auch die Korrektur bei der auch an den Armen Die große Delle wieder aufgefüllt wurden.
00:13:09: Meine Schmerzen sind weniger geworden Weg sind sie nicht.
00:13:13: Ganz schmerzfrei bin ich nur, wenn ich meine Kompression trage.
00:13:17: Und so war es auch vor den Operationen.
00:13:19: Wasser lagere ich heute mehr ein als früher und das gab wirklich viele Dinge auf die mich niemand vorbereitet hat.
00:13:26: Ich hatte zum Beispiel lange Zuckungen und Stiche in den Beinen.
00:13:30: Ich konnte meinen Knie ganz lange nicht richtig abwinkeln oder allgemein.
00:13:33: ich konnte nicht wirklich in die Hocke gehen ohne das Gefühl zu haben dass die Haut vorne am Kniegleich aufreißt.
00:13:41: Auch an anderen Stellen hat sich mein Körper danach verändert.
00:13:44: Die sogenannte Umverteilung, ja?
00:13:46: An der Brust, Bauch am Rücken – am schwersten Mal aber was ganz anderes!
00:13:51: Ich bin mental in tiefes Loch gefallen.
00:13:53: Ich hatte so viel Hoffnung in diese Operationen gesteckt und als das Ergebnis nicht so war wie ich es mir gewünscht hatte habe ich wieder angefangen aus Frust zu essen.
00:14:04: Meine Erstörung kam zurück mit voller Wucht.
00:14:08: Es gibt Tage da kann ich Ja, kann ich selbst nicht wirklich glauben.
00:14:14: Wie kann so was mir passieren?
00:14:16: Der Frau, die anderen zeigt wie man aus dem ganzen Chaos rauskommt.
00:14:20: Tja!
00:14:21: Ich denke das nennt sich Leben und ich bin eben niemand... ...ich bin keine Maschine, ich bin einfach auch nur ein Mensch Und ja auch nicht perfekt.
00:14:35: Ein paar Kilo sind also wieder dazugekommen.
00:14:37: fünf sechs fehlen mir noch zu dem Gewicht bei dem ich mich weit vor den Operationen so wohlgefühlt habe.
00:14:44: Das heißt, ich hab auch wieder abgenommen bis hierher.
00:14:48: Nach außen sieht jeder immer nur die starke Tina mit den schlanken Beinen.
00:14:53: in Kompression sehen die Beine ja auch gut aus.
00:14:57: was darunter ist das fällt mir bis heute sehr schwer zu zeigen.
00:15:02: und ich sag das ganz bewusst weil es offensichtlich noch viele Menschen gibt die nur die Optik sehen aber gar nicht wissen unter welchem Leidensdruck Auch operierte Frauen leiden.
00:15:12: und glaubt mir, das sind sehr viele.
00:15:14: Sonst hätte ich wohl kaum so viele operierte Frau im Coaching.
00:15:19: Auch Social Media wird oft nur das beste Ergebnis präsentiert.
00:15:23: Ja keine Klinik würde unförmige Beine zeigen vielleicht auch ein Grund warum meine Beine nicht veröffentlicht wurden.
00:15:30: Denk einfach mal drüber nach!
00:15:32: Und nochmal... Das ist meine Erfahrung und das, was ich mit großer Aufmerksamkeit verfolge.
00:15:38: Nicht mehr und nicht weniger!
00:15:40: Und ich kenne wirklich viele Frauen die ja für die die Operationen ein wichtiger Schritt war und die sehr froh darüber sind.
00:15:48: und ich rate dir auch im Gotteswillen nicht davon ab.
00:15:51: aber ich sage auch nicht direkt dass du sofort in die nächste Libesuzion rennen sollst.
00:15:56: Die Entscheidung liegt immer bei dir gemeinsam mit deiner Ärztin oder deinem Arzt, dort erfährst du auch unter welchen Voraussetzungen die Krankenkasse die Kosten inzwischen übernehmen kann.
00:16:07: Was ich dir sagen kann?
00:16:09: Die OP's reduzieren erst mal einiges von kranken Fettgewiebe und das sorgt bei vielen Betroffenen für mehr Lebensqualität.
00:16:17: aber wie du dich ernährst, wie du mit Enttäuschungen umgehst und wie Du mit Dir selbst sprichst Das bleibt bei dir vor der OP nach der OP und auch ohne OP-Wunsch.
00:16:31: Wenn ich noch einmal am Anfang stehen würde, dann wären es fünf Dinge die ich heute anders machen würde.
00:16:40: Erstens Ich würde mir viel viel früher Hilfe holen.
00:16:44: Viel viel früher!
00:16:45: Ich habe viel zu lange geglaubt, ich muss das alles alleine schaffen.
00:16:48: Heute weiß ich Das hätte ich nicht müssen Und das musst du auch nicht.
00:16:53: Zweitens.
00:16:54: Ich würde offener darüber sprechen über das Lippe dem, über die Essstörung, über alles wofür ich mich geschämt habe!
00:17:02: Das Schweigen und dass in mich hineinfressen im wahrsten Sinne des Wortes hat mich einsam gemacht.
00:17:10: Drittens.
00:17:11: Ich werde die Finger von Shakes, Pillen und Pilferchen lassen.
00:17:15: Ich hab so vieles geschluckt weil irgendjemand mir achso tolle Ergebnisse versprochen hat.
00:17:22: heute Hör ich nur noch Menschen zu, die wissen wovon sie sprechen.
00:17:26: Ich frag nach!
00:17:27: Ich hol mir eine zweite Meinung und dann finde ich selber heraus was für mich stimmt.
00:17:33: Viertens – ich würde mich im Kopf noch mehr und noch besser auf die Operationen vorbereiten nicht nur auf den Eingriff, auf die Zeit danach, auf Frage «was mache ich», wenn es nicht so wird?
00:17:48: wie ich es mir erhofft habe, was mache ich mit meinen Erwartungen?
00:17:52: Wie gehe ich damit
00:17:53: um?".
00:17:53: Darauf war ich nicht vorbereitet.
00:17:55: Und genau das hat mich letzten Endes umgehauen.
00:17:59: und fünftens Ich würde mich selbst ernst nehmen!
00:18:03: Meine Körper meine Bedürfnisse ganz einfach mich selbst.
00:18:09: Aber es gibt Dinge, die ich kein bisschen bereut.
00:18:11: Z.B.,
00:18:12: dass ich zuerst abgenommen hab und meine Ernährung umgestellt habe.
00:18:15: Ich bin froh und dankbar, dass ich immer schon einen großen Wert auf Bewegungen gelegt hab und das auch heute noch tue.
00:18:22: Mit dem Krafttraining würde ich vielleicht ein bisschen früher anfangen.
00:18:26: Ich würde wieder psychologische Hilfe in Anspruch nehmen.
00:18:30: Das war eines der besten oder eine der besten Entscheidungen überhaupt im ganzen Leben!
00:18:36: Ich würde wieder die manuelle Lymphdrainage machen, ich werde wieder die Kompression tragen.
00:18:40: Beides hat mir extrem geholfen und die Kondition tut mir ja bis heute noch gut!
00:18:47: Wie sieht mein Leben heute aus?
00:18:50: Tja an einem guten Tag stehe ich auf zieh meine Kompession an frühstige Wasser was mich lange satt macht.
00:18:56: ich arbeite mit Lippe den Frauen in ihren gemeinsamen Zielen Am liebsten natürlich auf dem Trampolin zusammen mit meinen Coaching-Teilnehmerinnen.
00:19:05: Abends kommt die Kompression aus, ich geduschen und früh ins Bett.
00:19:08: Denn Schlaf und Bewegung sind neben einer guten Ernährung für mich nicht verhandelbar!
00:19:14: Aber natürlich gibt es auch andere Tage – da habe ich keine Lust zum Beispiel auf die Konditionen.
00:19:20: Da gibts morgen schon was Süßes zum Frühstück und ja, natürlich geht's bei mir auch hin und wieder mal ein Weizenbrötchen mit Nutella.
00:19:26: Es gibt auch Tage an denen mehr Schmerzen habe und keine Ahnung, gefrustet bin.
00:19:32: Und manchmal endet ein Tag auch in einem kleinen Es-Anfall.
00:19:37: Du siehst?
00:19:38: Diese Tage gibt es noch!
00:19:40: Sie sind zwar viel, viel seltener geworden und ich merke heute viel früher wenn es kippt und kann entsprechend reagieren.
00:19:47: aber ich weiß auch dass ich damit nicht allein bin.
00:19:50: mein Mann Olli ist seit über zwölf Jahren an meiner Seite.
00:19:54: er isst der erste Mensch der mich so nimmt wie Ich.
00:19:57: Bin Klar, Apollo mein Pferd ist ja auch immer noch da.
00:20:02: Fertig bin ich also noch lange nicht fertig gibt es bei einer chronischen Krankheit ehrlich gesagt auch nicht.
00:20:09: woran ich bis heute arbeite ist mich selbst noch mehr anzunehmen Auch mit Beinen die nicht so geworden sind wie ich's mir gewünscht hab.
00:20:19: Wenn ich dem Mädchen von damals was sagen dürfte dann wahrscheinlich hör auf es allen recht zu machen.
00:20:27: Das schaffst du sowieso nicht und letzten Endes gehst Du dabei kaputt.
00:20:31: Niemand muss verstehen, wie es dir geht aber Du weißt es!
00:20:34: Und Du darfst lernen auf Dich zu achten.
00:20:38: Hilfe anzunehmen ist gut Aber die Entscheidung dafür triffst Du allein.
00:20:42: Wenn Du gerade erst Deine Diagnose bekommen hast dann nimm bitte eines mit Du bist nichts Schulden an Deinem Lippe dem Aber Du bist auch Nicht Machtlos.
00:20:51: Wir alle können verdammt viel für uns tun Und wenn dich in meiner Geschichte irgendwo irgendwas angesprochen hat, du dich vielleicht wiedererkannt hast.
00:21:03: Dann schreib mir in die Kommentare einfach ganz persönlich was du davon hältst, was dich gecatcht hat.
00:21:10: Ich lese alles und ich antworte auch immer auf jede Reaktion persönlich.
00:21:17: Wenn dich das Thema OP bzw.
00:21:19: Liposuction gerade beschäftigt Ganz egal, ob du gerade davor stehst oder schon hinter dir hast.
00:21:26: Am achtundzwanzigsten Oktober gebe ich dazu ein kostenloses Webinar.
00:21:29: Es heißt vor- oder nach der OP was du selbst in der Hand hast.
00:21:34: den Link findest du in der Beschreibung und nächsten Freitag geht es um das Thema dass sich durch meine ganze Geschichte, durch meine ganzen Vergangenheit, durch mein ganzes Leben zieht!
00:21:45: Das emotionale Essen also.
00:21:48: Abonniere meinen Kanal, damit du nichts verpasst.
00:21:50: Gib dem Ganzen ein Like!
00:21:52: Passt gut auf dich auf und wir sehen uns dann nächste Woche wieder.
00:21:56: Bis dahin.